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Rechtlich ist es so, dass man ein Wildtier nicht ohne Bewilligung halten darf. Da wir in einem kleinen Dorf - in dem Jeder Jeden kennt - wohnten, befürchteten wir dass jemand den Wildhüter anrief um ihn ein zu fangen. Deshalb haben wir in der Nachbarschaft niemandem vom ihm erzählt. So oder So sollte er sich nicht all zu fest an die Menschen gewöhnen, ganz konnten wir den Kontakt aber nicht vermeiden. Anfangs hat er sich versteckt sobald er Schritte und Stimmen hörte die er nicht kannte.
Das tat unser neugieriger, mutiger Fuchs nicht sehr lange. Er ging ohne Scheu auf die Menschen zu wenn wir in der Nähe waren. Bei Fremden die am Haus vorbei liefen, rannte er schnell rein. Der Möööger war die Hauptattraktion, wäre er fähig dazu, wäre unser Armani bestimmt eifersüchtig geworden. Armani ist unsere Königspython. Was mich sehr erstaunte, die Menschen hatten sehr grossen Respekt vor dem Plüschohr. Sie fragten uns ob er denn nicht beisse. Nein, er beisst beistimmt nicht. Er schnupperte zuerst und dann hatte er nur eines im Sinn: spielen sollten sie mit ihm. Das taten sie auch. Mit Vergnügen! Im Sommer, bekamen dann auch unsere Nachbarn Wind von ihm. Wir erklärten, dass wir ihn adoptiert hatten, ihm das Jagen beibringen und ihn bestmöglich auf ein Leben in Freiheit vorbereiten. Dass wir ihn aufzogen fanden Alle toll, es hat niemand den Wildhüter gerufen.
Hier eine Liste von den Dingen die er kapput gemacht hat:
- Angenkabberte Lederjacke von Alex.
- Durchgebissene Dreadlocks von mir.
Kaum zu glauben, mehr ging nicht zu Schaden.
Wir haben uns gefragt, wie wir ihn auswildern. Wir haben viele Möglichkeiten durchgespielt. Beobachtet hatten wir, dass sein Revier bei den Nachbarhäusern endet. Als er anfangs September geschlechtsreif wurde, musste er wohl um sein Revier kämpfen. In der Regel ist es so, dass die Halbstarken diese Kämpfe verlieren und sich ein neues Revier suchen müsssen. Hier eines der Bilder von ihm:
Als er uns verliess, wog er ca 6kg, war rund 35cm hoch. Wir konnten ihn beruhigt ziehen lassen, da wir wussten er ist soweit! Gefährlich werden können ihm nun nur noch die Menschen.
Anfangs November 2007 sah Alex ihn im Dorf. Er kam zu ihm, begrüsste ihn kurz. Als ein Mann mit seinem Hund vorbei lief, rannte der Fuggx (wie wir es ihm gelernt hatten) weg.